Gran Canaria Guide: Die schönsten Orte, Strände und Tipps für deinen Urlaub

Gran Canaria ist weit mehr als Sonne, Strand und Paella. Die drittgrößte der Kanarischen Inseln überrascht mit einer unglaublichen landschaftlichen Vielfalt: kilometerlange Sandstrände treffen auf zerklüftete Küsten, grüne Täler, vulkanische Berglandschaften und kleine Bergdörfer. Während im Süden rund um Maspalomas und Playa del Inglés das klassische Urlaubsgefühl wartet, zeigt sich die Insel im Norden und im Landesinneren von einer deutlich ruhigeren und ursprünglicheren Seite.
Genau diese Mischung macht Gran Canaria zu einem Reiseziel, das sich immer wieder neu entdecken lässt. Ob entspannter Strandurlaub, Roadtrip, Wanderreise, Familienurlaub oder kulinarische Auszeit – auf der Insel lässt sich vieles miteinander verbinden. Dieser Gran Canaria Guide zeigt dir die schönsten Orte, wichtigsten Sehenswürdigkeiten und praktische Tipps, damit du deine Reise ganz nach deinen Vorstellungen planen kannst.
Gran Canaria auf einen Blick
Gran Canaria gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt vor der Nordwestküste Afrikas im Atlantik. Das Landschaftsbild ist erstaunlich abwechslungsreich. Im Zentrum der Insel steigen die Berge deutlich an, während sich entlang der Küste zahlreiche Strände, Buchten und Küstenorte verteilen.
Die Insel wird häufig als „Miniaturkontinent“ bezeichnet. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Landschafts- und Klimazonen auf vergleichsweise kleinem Raum. Zwischen Küste und Bergland können sich Wetter, Vegetation und Temperaturen deutlich unterscheiden. Gerade deshalb lohnt es sich, bei einem Gran-Canaria-Urlaub nicht nur an einem Ort zu bleiben. Auch die Natur ist ein wichtiger Teil der Insel. Große Bereiche stehen unter besonderem Schutz, und Gran Canaria ist Teil des UNESCO-Weltnetzes der Biosphärenreservate. Wer sich für Landschaft, Wandern und Natur interessiert, findet deshalb abseits der bekannten Badeorte zahlreiche interessante Ziele.
Die besten Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria
Wer zum ersten Mal nach Gran Canaria reist, hat die Qual der Wahl. Einige Sehenswürdigkeiten gehören zu den absoluten Klassikern, andere liegen etwas abseits der typischen Touristenrouten.
Die Dünen von Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas gehören zweifellos zu den bekanntesten Landschaften der Insel. Kilometerlange Sandflächen treffen hier auf den Atlantik und bilden eine außergewöhnliche Kulisse. Das Naturschutzgebiet umfasst rund 403,9 Hektar und verbindet das Dünensystem mit der Charca de Maspalomas, einem ökologisch wertvollen Feuchtgebiet.
Am schönsten ist ein Spaziergang durch die Dünen am frühen Morgen oder gegen Abend, wenn das Licht weicher wird. Von den höher gelegenen Sandflächen bieten sich immer wieder schöne Blicke auf das Meer. Gleichzeitig sollte man berücksichtigen, dass es sich um ein geschütztes Naturgebiet handelt. Die markierten beziehungsweise vorgesehenen Bereiche sollten deshalb respektiert werden. Direkt an die Dünen schließen bekannte Urlaubsorte wie Maspalomas und Playa del Inglés an. Hier findest du eine große Auswahl an Hotels, Restaurants, Bars und Freizeitangeboten. Wer einen klassischen Badeurlaub mit guter Infrastruktur sucht, ist in dieser Region gut aufgehoben.
Roque Nublo – das Wahrzeichen der Insel
Ganz anders präsentiert sich Gran Canaria im Inselinneren. Dort erhebt sich der Roque Nublo auf 1.813 Metern über dem Meeresspiegel. Der markante Vulkangesteinsmonolith ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Gran Canarias und liegt in der Gemeinde Tejeda. Die Landschaft rund um den Roque Nublo ist geprägt von Bergen, Kiefernwäldern und tiefen Tälern. Bei klarer Sicht eröffnen sich beeindruckende Panoramen über das zentrale Bergland. Ein besonderes Naturschauspiel ist das sogenannte Wolkenmeer, wenn sich Wolken unterhalb der höher gelegenen Aussichtspunkte sammeln.
Wichtig für die Reiseplanung: Der Zugang zum Roque Nublo wird aktuell über ein System mit vorheriger Reservierung organisiert. Zusätzlich gibt es einen Shuttle-Service von ausgewiesenen Parkplätzen in der Umgebung. Wer den Roque Nublo besuchen möchte, sollte die aktuellen Zugangsinformationen vor dem Ausflug prüfen.
Las Palmas de Gran Canaria
Ein Gran Canaria Guide wäre ohne die Inselhauptstadt nicht vollständig. Las
Palmas de Gran Canaria verbindet Stadtleben, Geschichte, Kultur und Strand auf relativ engem Raum. Besonders sehenswert ist das historische Viertel Vegueta. Zwischen alten Gebäuden, kleinen Plätzen und gemütlichen Gassen lässt sich die Geschichte der Stadt zu Fuß entdecken. Gleichzeitig befindet sich mit Las Canteras einer der bekanntesten Stadtstrände Spaniens direkt in der Hauptstadt.
Las Canteras ist ideal, wenn du Sightseeing und Badeurlaub miteinander verbinden möchtest. Nach einem Vormittag in der Altstadt kannst du den Nachmittag am Meer verbringen und anschließend in einem der Restaurants entlang der Promenade essen.
Die schönsten Strände auf Gran Canaria
Gran Canaria ist natürlich auch ein Paradies für Strandliebhaber. Die Auswahl reicht von großen, gut erschlossenen Stadt- und Ferienstränden bis hin zu kleineren Buchten und abgelegeneren Küstenabschnitten. Das offizielle Tourismusportal nennt rund 60 Kilometer Strände und Küstenabschnitte mit unterschiedlichen Landschaften.
Playa de Maspalomas
Der Strand von Maspalomas liegt direkt neben den berühmten Dünen und gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel. Die Kombination aus breitem Sandstrand, Dünenlandschaft und Atlantik macht den Ort besonders charakteristisch.
Playa del Inglés
Direkt angrenzend liegt Playa del Inglés. Der lange Sandstrand bietet viel Platz und ist von einer umfangreichen touristischen Infrastruktur umgeben. Hotels, Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe.
Playa de Amadores
Wer türkisfarbenes Wasser und eine geschützte Badebucht sucht, sollte sich Playa de Amadores anschauen. Der Strand liegt an der Südwestküste und eignet sich besonders für einen entspannten Badetag.
Las Canteras
Las Canteras ist die richtige Wahl für alle, die Strandurlaub mit Großstadt verbinden möchten. Der lange Stadtstrand von Las Palmas gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel und liegt direkt am urbanen Leben der Hauptstadt.
Gran Canaria abseits der klassischen Urlaubsorte
Wer Gran Canaria wirklich kennenlernen möchte, sollte nicht nur im Süden bleiben. Besonders der Norden und das Inselinnere zeigen eine andere Seite der Insel.
Agaete
Agaete liegt im Nordwesten und ist für seine beeindruckende Küstenlandschaft bekannt. Rund um den Ort findest du steile Felsformationen, Meerwasserbecken und eine Atmosphäre, die deutlich ruhiger wirkt als in den großen Ferienzentren.
Ein Besuch lässt sich gut mit Puerto de las Nieves verbinden. Hier kannst du am Meer entlangspazieren, frischen Fisch essen und den Tag entspannt ausklingen lassen.
Arucas
Arucas ist vor allem für seine historische Architektur und die markante Kirche bekannt. Die Stadt liegt nicht weit von Las Palmas entfernt und eignet sich deshalb hervorragend für einen Tagesausflug. Wer sich für die Geschichte und Architektur Gran Canarias interessiert, bekommt hier einen guten Eindruck davon, dass die Insel weit mehr zu bieten hat als moderne Ferienanlagen.
Tejeda
Tejeda liegt mitten in der Bergwelt Gran Canarias und gilt als einer der schönsten Orte der Insel. Die Landschaft rund um das Dorf ist geprägt von tiefen Schluchten, Bergen und vulkanischen Formationen. Gerade bei einer Mietwagen-Rundreise sollte Tejeda auf der Route stehen. Die Fahrt durch das Inselinnere gehört für viele Reisende zu den eindrucksvollsten Erlebnissen auf Gran Canaria.
Wandern auf Gran Canaria
Gran Canaria eignet sich hervorragend zum Wandern. Die unterschiedlichen Höhenlagen sorgen dafür, dass du innerhalb kurzer Zeit durch völlig verschiedene Landschaften kommst.
Rund um den Roque Nublo gibt es bekannte Wanderwege durch die Bergwelt. Auch das Gebiet rund um Tejeda, die Täler im Norden und die höher gelegenen Regionen bieten zahlreiche Möglichkeiten für Spaziergänge und anspruchsvollere Touren. Dabei sollte man die Temperaturen nicht unterschätzen. Auch wenn es an der Küste angenehm warm ist, kann es in den Bergen deutlich kühler und windiger sein. Für Wanderungen gehören deshalb ausreichend Wasser, Sonnenschutz, festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung ins Gepäck.
Gran Canaria mit dem Mietwagen erkunden
Ein Mietwagen bietet sich besonders dann an, wenn du möglichst viel von der Insel sehen möchtest. Viele der schönsten Aussichtspunkte, Bergdörfer und Naturgebiete liegen abseits der großen touristischen Zentren.
Eine mögliche Route führt beispielsweise von Las Palmas über Arucas und Agaete ins Inselinnere und anschließend weiter Richtung Tejeda und Roque Nublo. Von dort kannst du über die Bergstraßen wieder in den Süden fahren.
Die Straßen sind teilweise kurvenreich und führen durch bergiges Gelände. Wer wenig Erfahrung mit solchen Straßen hat, sollte für die Strecken ausreichend Zeit einplanen und lieber langsam fahren. Gerade bei einem Roadtrip ist außerdem eine gute Planung sinnvoll, da die Fahrzeit aufgrund der Topografie deutlich länger sein kann, als es die Entfernung auf der Karte vermuten lässt.
Wann ist die beste Reisezeit für Gran Canaria?
Gran Canaria ist grundsätzlich ein ganzjähriges Reiseziel. Das milde Klima ist einer der wichtigsten Gründe für die große Beliebtheit der Insel. Gleichzeitig sollte man bedenken, dass sich das Wetter je nach Region und Höhenlage unterscheiden kann. Für einen klassischen Strandurlaub sind die Wintermonate interessant, wenn viele Reisende dem kalten Wetter in Mitteleuropa entfliehen möchten. Frühling und Herbst bieten sich wiederum an, wenn du Baden, Sightseeing und Wandern miteinander verbinden möchtest.
Im Sommer kann es an der Küste sehr warm werden. Wer dann Wanderungen im Inselinneren plant, sollte die heißesten Stunden meiden und früh am Morgen starten.
Fazit: Warum Gran Canaria auf die Reiseliste gehört
Gran Canaria verbindet vieles, was man sich von einem gelungenen Urlaub
wünscht: Strände, Berge, Natur, gutes Essen, interessante Orte und ein Klima, das Reisen zu vielen Jahreszeiten angenehm macht. Besonders spannend ist der Kontrast zwischen den touristisch geprägten Küstenorten und dem ursprünglichen Inselinneren. Wer nur am Pool seines Hotels bleibt, bekommt deshalb nur einen Teil der Insel zu sehen. Ein Ausflug zu den Dünen von Maspalomas, eine Fahrt durch die Berge nach Tejeda, ein Spaziergang durch Vegueta oder ein Besuch im Norden rund um Agaete zeigen, wie vielseitig Gran Canaria tatsächlich ist. Unser Gran Canaria Guide zeigt vor allem eines: Die Insel ist klein genug, um sie gut zu erkunden, aber abwechslungsreich genug, dass selbst mehrere Reisen noch neue Ecken bereithalten.







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