Kanaren im Winter: Sonne, milde Temperaturen und Urlaub am Atlantik
Wenn es in Deutschland kalt, grau und ungemütlich wird, beginnt auf den Kanaren eine der schönsten Reisezeiten des Jahres. Kanaren im Winter bedeutet milde Temperaturen, viele Sonnenstunden, lange Strandtage und gleichzeitig ideale Bedingungen für Wanderungen, Ausflüge und Entdeckungstouren. Während anderswo dicke Jacken und kurze Tage den Alltag bestimmen, kann man auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote mit etwas Glück noch im T-Shirt am Meer sitzen. Die Kanarischen Inseln gelten nicht ohne Grund als Reiseziel des „ewigen Frühlings“.
Im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen laut dem offiziellen spanischen Tourismusportal bei etwa 20 °C, während die Niederschläge vergleichsweise gering sind. Doch welche Insel eignet sich für einen Winterurlaub am besten? Wo ist es besonders sonnig, welche Strände lohnen sich und was kann man abseits vom klassischen Badeurlaub unternehmen? Dieser Artikel zeigt, warum die Kanaren im Winter eine interessante Alternative zu einem kalten Urlaub in Deutschland sind und worauf Sie bei der Reiseplanung achten sollten.
Warum sind die Kanaren im Winter so beliebt?
Der größte Vorteil ist natürlich das Klima. Von Dezember bis Februar herrschen auf den Kanarischen Inseln Bedingungen, die mit dem europäischen Winter kaum vergleichbar sind. Statt Minusgraden und grauem Himmel erwarten Reisende häufig angenehme Temperaturen und viele Sonnenstunden. Insgesamt kommen die Kanaren auf mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr.
Dabei geht es auf den Inseln nicht ausschließlich ums Sonnenbaden. Gerade im Winter ist das Wetter angenehm, um die abwechslungsreichen Landschaften zu erkunden. Wanderungen durch Vulkanlandschaften, Spaziergänge entlang der Küste oder Ausflüge in historische Orte lassen sich bei gemäßigten Temperaturen oft angenehmer unternehmen als während der heißen Sommermonate.Auch für Aktivurlauber sind die Kanaren interessant. Wandern, Radfahren, Surfen, Windsurfen und Tauchen gehören zu den Aktivitäten, die aufgrund des milden Klimas ganzjährig möglich sind.
Kanaren im Winter: Wie warm ist es?
Eine pauschale Temperaturangabe für alle Inseln gibt es nicht. Die Kanaren besitzen unterschiedliche Landschaften und Höhenlagen, wodurch sich das Wetter regional deutlich unterscheiden kann. An den Küsten ist es im Winter meist mild, während es in höheren Regionen deutlich kühler werden kann. Als grobe Orientierung nennt das spanische Tourismusportal für den Winter eine Durchschnittstemperatur von rund 20°C. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeden Tag Badewetter garantiert ist. Auch auf den Kanaren können Wolken, Wind oder einzelne Regentage auftreten.
Für den Koffer empfiehlt sich deshalb eine Kombination aus sommerlicher und etwas wärmerer Kleidung. T-Shirts, kurze Hosen und Badekleidung gehören ebenso ins Gepäck wie eine leichte Jacke, lange Hosen und festes Schuhwerk. Wer in die Berge oder höher gelegene Regionen möchte, sollte entsprechend zusätzliche warme Kleidung einplanen.
Welche Kanareninsel eignet sich im Winter?
Die Frage nach der besten Kanareninsel lässt sich nicht pauschal beantworten, denn jede Insel hat ihren eigenen Charakter. Wer im Winter verreist, sollte deshalb vor allem überlegen, welche Art von Urlaub gewünscht ist.
Teneriffa: Vulkan, Strand und abwechslungsreiche Landschaften
Teneriffa gehört zu den vielseitigsten Inseln der Kanaren. Hier treffen Strände, lebendige Ferienorte, grüne Landschaften und die spektakuläre Vulkanlandschaft rund um den Teide aufeinander. Besonders spannend ist ein Ausflug in den Teide-Nationalpark. Der Teide ist der höchste Berg Spaniens und prägt das Landschaftsbild der Insel. Wer lieber Kultur und Architektur entdeckt, kann beispielsweise San Cristóbal de La Laguna besuchen. Die historische Stadt gehört zum UNESCO-Welterbe und bietet mit ihren alten Straßen, Innenhöfen und farbenfrohen Gebäuden einen interessanten Kontrast zu den Stränden.
Teneriffa eignet sich damit besonders für Reisende, die ihren Winterurlaub nicht ausschließlich am Pool verbringen möchten.
Gran Canaria: Strände, Dünen und abwechslungsreiche Natur
Gran Canaria wird häufig als „Miniaturkontinent“ bezeichnet – und das kommt nicht von ungefähr. Auf vergleichsweise kleinem Raum findet man Strände, Dünen, Berge, Schluchten und unterschiedliche Landschaften. Im Süden der Insel zählen die Dünen von Maspalomas zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Wer einen klassischen Sonnenurlaub sucht, findet hier zahlreiche Strände und Ferienorte. Gleichzeitig lohnt es sich, einen Mietwagen zu nehmen und das Inselinnere zu erkunden.
Auch die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria bietet Abwechslung. Ein Spaziergang durch historische Viertel lässt sich gut mit einem Aufenthalt am Stadtstrand Las Canteras verbinden.
Fuerteventura: Winterurlaub für Strandliebhaber
Wer bei Kanaren im Winter vor allem an kilometerlange Sandstrände denkt, sollte
Fuerteventura auf die Liste setzen. Die Insel ist für ihre weitläufigen Strände, Dünenlandschaften und Wassersportmöglichkeiten bekannt. Zu den bekannten Landschaften gehören unter anderem die Dünen von Corralejo sowie der weitläufige Strand von Cofete. Fuerteventura ist außerdem ein beliebtes Ziel für Windsurfer und andere Wassersportler.
Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass der Wind auf Fuerteventura je nach Region und Wetterlage deutlich spürbar sein kann. Für lange Strandspaziergänge ist das häufig angenehm, beim entspannten Sonnenbaden kann es dagegen einen Unterschied machen.
Lanzarote: Vulkanlandschaften und César Manrique
Lanzarote wirkt an vielen Stellen fast wie eine andere Welt. Schwarze und rötliche Vulkanlandschaften, karge Lavafelder und das intensive Blau des Atlantiks sorgen für eine besondere Atmosphäre. Ein Highlight ist der Nationalpark Timanfaya. Auch die Arbeit des Künstlers César Manrique gehört untrennbar zum Charakter der Insel. Seine Architektur und Kunst wurden an vielen Stellen so gestaltet, dass sie mit der natürlichen Umgebung harmonieren.
Wer im Winter gerne Ausflüge mit entspannten Strandtagen verbindet, findet auf Lanzarote eine interessante Mischung aus Natur, Kultur und Meer.
Was kann man im Winter auf den Kanaren unternehmen?
Ein Winterurlaub auf den Kanaren muss nicht aus Strand und Hotel bestehen. Gerade die milden Temperaturen laden dazu ein, möglichst viel Zeit draußen zu verbringen. Wandern gehört zu den beliebtesten Aktivitäten. Je nach Insel reichen die Landschaften von vulkanischen Gebieten und trockenen Küstenregionen bis zu grünen Wäldern. Auf La Gomera beispielsweise befindet sich der Nationalpark Garajonay, während La Palma für ihre besonders grüne Landschaft bekannt ist.
Auch Wassersport ist im Winter möglich. Surfen, Windsurfen und Tauchen gehören zu den Aktivitäten, für die die Kanaren ganzjährig beliebt sind. Wer es ruhiger angehen möchte, kann dagegen lange Spaziergänge am Meer unternehmen oder in einem Café das kanarische Lebensgefühl genießen. Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf die kulturelle Seite der Inseln. Historische Städte, traditionelle Dörfer, regionale Küche und Veranstaltungen sorgen dafür, dass auch an einem bewölkten Tag keine Langeweile aufkommen muss.
Kanaren im Dezember, Januar oder Februar?
Dezember: Weihnachten unter der Sonne
Der Dezember ist für viele Reisende besonders reizvoll. Während in Deutschland die Temperaturen sinken, können Urlauber auf den Kanaren mit mildem Wetter rechnen. Die Kombination aus Weihnachtsstimmung und Atlantik ist dabei durchaus ungewöhnlich. Wer Weihnachten oder Silvester am Meer verbringen möchte, sollte allerdings frühzeitig buchen. Die Wintermonate gehören auf den Kanaren zur beliebten Reisezeit.
Januar: Winterflucht mit viel Sonne
Der Januar ist ideal für alle, die dem mitteleuropäischen Winter für einige Tage entkommen möchten. Strandspaziergänge, Wanderungen und Ausflüge lassen sich bei den milden Temperaturen gut miteinander kombinieren. Gerade nach den Feiertagen kann ein Urlaub auf den Kanaren eine angenehme Möglichkeit sein, dem klassischen Winteralltag eine Pause zu gönnen.
Februar: Frühling statt Winter
Auch im Februar bleiben die Kanaren ein beliebtes Ziel für Sonnenhungrige. Gleichzeitig finden auf den Inseln zahlreiche Karnevalsveranstaltungen statt. Besonders bekannt sind die Feierlichkeiten in Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria. Wer seinen Urlaub mit einem besonderen kulturellen Erlebnis verbinden möchte, kann den Reisezeitraum entsprechend planen.
Lohnt sich ein Urlaub auf den Kanaren im Winter?
Wer im Winter Sonne, Natur und milde Temperaturen sucht, findet auf den
Kanarischen Inseln eine außergewöhnliche Kombination. Die Inselgruppe bietet weit mehr als klassische Badeferien: Vulkanlandschaften, Dünen, Wälder, historische Städte, Wanderwege und Wassersportmöglichkeiten machen die Reise abwechslungsreich.
Dabei hat jede Insel ihren eigenen Charakter. Fuerteventura punktet mit langen Stränden und Wassersport, Lanzarote mit ihrer Vulkanlandschaft und der besonderen Architektur von César Manrique, Gran Canaria mit ihrer landschaftlichen Vielfalt und Teneriffa mit dem Teide und zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten. Wer also keine Lust auf einen kalten und grauen Winter hat, sollte die Kanaren im Winter definitiv als Reiseziel in Betracht ziehen. Schon wenige Tage unter der kanarischen Sonne können sich wie eine kleine Pause vom europäischen Winter anfühlen – und vielleicht sogar Lust auf mehr machen.









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